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„Ich will einfach nur, dass mein Geld sicher ist…“ – und warum dich genau das Vermögen kostet


Anna ist 24 Jahre alt. Sie sitzt mir gegenüber, die Hände um ihre Kaffeetasse gelegt, und sagt einen Satz, den ich fast jede Woche höre:

„Ich will nichts Riskantes. Ich will einfach nur, dass mein Geld sicher ist.“

Ich verstehe sie. Sicherheit fühlt sich gut an. Doch genau diese Sicherheit kann auf lange Sicht zu einem teuren Trugschluss werden.


Wie Frauen in Deutschland sparen

Viele Frauen, mit denen ich arbeite, sind verantwortungsbewusst, vorsichtig und vorausschauend. Genau diese Eigenschaften führen oft dazu, dass sie ihr Geld auf Konten lassen, das Sparbuch bevorzugen oder Versicherungen mit Garantiezins wählen.

Und die Zahlen bestätigen das: Laut Statista nutzt ein großer Teil der Deutschen klassische, sichere Geldanlagen wie Sparbuch, Tagesgeld oder klassische Lebensversicherungen. Nur rund ein Viertel investiert tatsächlich in Aktien. Sicherheit steht also ganz oben auf der Prioritätenliste.



Die Angst vor der Börse

Als ich Anna frage, warum sie nicht in Aktien investieren möchte, sagt sie:

„Ich habe Angst, Geld zu verlieren.“

Diese Angst ist bei vielen Frauen tief verankert. Sie fürchten Fehler, Unsicherheit und die Unbekannten der Börse. Doch was sie selten realisieren: Während sie auf Sicherheit setzen, verliert ihr Geld still und leise an Wert, weil Inflation und niedrige Zinsen das Vermögen schrumpfen lassen.


Die Illusion des Garantiezinses

Anna hat sich für ein Versicherungsprodukt mit einem Garantiezins von 1 % entschieden. Das klingt beruhigend. Doch in der Praxis bedeutet das: Die Inflation frisst den Wert ihres Geldes auf, und die Zeit arbeitet nicht für sie.

Wenn man den realen Vermögensaufbau betrachtet, verliert sie Jahr für Jahr Kaufkraft, auch wenn der Kontostand nominal steigt. Die vermeintliche Sicherheit kostet sie also langfristig sehr viel.


Ein Praxisbeispiel: 24-Jährige – Garantie vs. Börse

Stellen wir uns Anna in zwei Szenarien vor. Sie spart 200 Euro im Monat, über einen Zeitraum von 40 Jahren.


Variante 1: Garantieprodukt (1 % Rendite): Nach 40 Jahren hat Anna etwa 118.000 Euro angespart. Auf den ersten Blick klingt das solide. Aber in Anbetracht von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten ist es kaum ausreichend, um im Alter finanziell unabhängig zu sein.


Variante 2: Börseninvestments (6 % Rendite, langfristig): Mit derselben Sparrate, aber einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 6 %, kommt Anna nach 40 Jahren auf rund 398.000 Euro. Das ist ein Unterschied von etwa 280.000 Euro – genug, um ihr Leben im Alter völlig anders zu gestalten.


Was dich Sicherheit wirklich kostet

Die meisten Menschen denken, dass Sicherheit bedeutet, Risiken zu vermeiden. In Wahrheit kann das Festhalten an Garantien oder niedrig verzinsten Produkten zu deutlich weniger finanzieller Freiheit, geringerem Vermögen und mehr Abhängigkeit führen.

Die eigentliche Frage sollte nicht sein, ob die Börse sicher ist, sondern ob man es sich leisten kann, nicht zu investieren. Zeit und Rendite sind die beiden entscheidenden Faktoren für echten Vermögensaufbau.


Wie Anna den nächsten Schritt geht

Ich habe Anna nicht gesagt, dass sie ihr gesamtes Geld in Aktien stecken soll. Stattdessen habe ich ihr gezeigt, dass es darum geht, langfristig zu denken, zu lernen und Schritt für Schritt zu investieren.

Sie darf klein anfangen, um Erfahrung zu sammeln. Sie darf sich Zeit nehmen, aber sie darf nicht stillstehen. Denn Vermögensaufbau ist kein Risiko – Stillstand ist eines.


Dein Geld darf für dich arbeiten

Vielleicht erkennst du dich in Anna wieder. Vielleicht willst auch du alles richtig machen, nichts verlieren und Sicherheit haben. Das ist kein Fehler. Aber es ist Zeit, Sicherheit neu zu definieren.

Sicherheit bedeutet nicht Garantie. Sicherheit bedeutet, dass du dein Geld für dich arbeiten lässt, langfristig wächst und finanzielle Freiheit erreichst.


Mein Wunsch für dich

Ich möchte, dass du verstehst: Dein Geld darf wachsen. Du darfst lernen, mutig zu sein. Du darfst mehr wollen als nur „sicher“. Denn am Ende geht es nicht um Zahlen oder Rendite. Es geht um Freiheit, Unabhängigkeit und die Chance, das Leben zu gestalten, das du dir wünschst.

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